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Bad Peterstal-Griesbach - Schwarzwald / Ortenau


Bad Peterstal-Griesbach liegt in 400 bis 1.000 Meter Höhe im oberen Renchtal im badischen Schwarzwald. Die Gemeinde grenzt im Norden an Baiersbronn und im Osten an Bad Rippoldsau-Schapbach - beide im Landkreis Freudenstadt. Im Süden grenzt Bad Peterstal-Griesbach an Oberwolfach und im Südwesten an Oberharmersbach.
Lage im Ortenaukreis - Symbol anklicken: Lageplan Bad Peterstal-Griesbach


Rund um Bad Peterstal Griesbach


Das Kurhaus - Bad Peterstal-Griesbach
Bad Peterstal-Griesbach ist das einzige Heilbad im Ortenaukreis und liegt verkehrsgünstig an der B 28 zwischen Straßburg und Freudenstadt, ca. 30 km von der A5, Ausfahrt Appenweier entfernt. 3.100 Einwohner zählt die Gemeinde, die aus den Ortsteilen Bad Peterstal und Bad Griesbach besteht. Der Ortsteil Bad Peterstal zählt ca. 2.100 Einwohner. Die Beherbergungsbetriebe, Hotels und Kliniken zählen jährlich 240.000 Gästeübernachtungen. Die Einzelhandelsbetriebe bieten ein umfangreiches Sortiment, nicht nur mit Artikeln des täglichen Bedarfs.

Kindergarten sowie Grund- und Hauptschule befinden sich am Ort, weiterführende Schulen gibt es im ca. 18 km entfernten Oberkirch. Als öffentliche Verkehrsmittel gibt es eine Bus- und Bahnverbindung über Oppenau, Oberkirch und Appenweier nach Offenburg. Bad Peterstal-Griesbach ist ein bekannter Kurort im Oberen Renchtal, das zu den schönsten Seitentälern des Rheins zählt. Die beiden Ortsteile liegen auf 400 bis 1000 m Höhe über dem Meeresspiegel und sind von bewaldeten Höhen umgeben. Der Ort ist bekannt für seine Mineralquellen und sein mildes Mittelgebirgsklima. Schon seit mehr als 400 Jahren wird das Mineral- und Moorheilbad besucht.

In Bad Peterstal-Griesbach werden zu jeder Jahreszeit Veranstaltungen aller Art angeboten. Kurkonzerte, Tanzabende in den Kurhäusern, Heimatabende, oder Kirchenkonzerte findet man wöchentlich im Veranstaltungsprogramm. Auf der Sommer-Skisprung-Schanze in Bad Griesbach findet jeweils an einem Wochenende im Juni, Juli und August ein Sommerskispringen mit Athleten aus dem In- und Ausland statt.

Von Bad Peterstal-Gries-bach aus bieten sich verschiedene Möglichkeiten, Ausflugsziele im ganzen Schwarzwald und Elsaß leicht und bequem zu erreichen.


Blick auf Bad Peterstal-Griesbach
Zu den Sehenswürdigkeiten der näheren Umgebung zählen bspw. der Glaswaldsee, der Mummelsee, Ruhestein und Schliffkopf, die Klosterruine Allerheiligen, die Wasserfälle in Oppenau, das Schloß Staufenberg in Durbach und der Europa-Park in Rust.

Bad Peterstal-Griesbach ist mit Auto und Bahn bequem zu erreichen. Von der Rheintalautobahn A5, Ausfahrt Appenweier, oder von der Bodenseeautobahn, Ausfahrt Horb, gelangt man nach 30 bis 40 Minuten in den Kurort. Die Autobahnausfahrt Appenweier (A5) ist 30 km, die Ausfahrt Horb (A81) ist 50 km entfernt. Mit der Renchtalbahn, die in Offenburg oder Appenweier von der IC-Strecke Karlsruhe-Basel abzweigt, erreichen Sie Bad Peterstal-Griesbach bequem per Bahn. Zwischen Offenburg und Bad Peterstal-Griesbach verkehren öffentliche Busse. Ebenso von Bad Peterstal-Griesbach nach Freudenstadt, Reutlingen, Kehl und Straßburg. Entfernungen: ca. 24 km bis Freudenstadt, 36 km bis Offenburg, 50 km bis Straßburg, 100 km bis Freiburg, 110 km bis Stuttgart, 210 km bis Frankfurt.

Kurzer Überblick über die Geschichte der Gemeinde Bad Peterstal-Griesbach

Am 1. Juli 1973 haben sich die ehemals selbständigen Gemeinden Bad Peterstal und Bad Griesbach zur Gemeinde Bad Peterstal-Griesbach zusammengeschlossen. Die namensgebenden Ortsteile gehörten einst zur Herrschaft Oberkirch des Hochstifts Straßburg. Anfangs des 14. Jahrhunderts hatte es die Landesherrschaft im sogenannten Oppenauer Tal erworben, das sich auch auf das obere Renchtal erstreckte.

Der Ortsteil Bad Peterstal

Peterstal trägt seinen Namen von der 1293 erwähnten Kapelle, aus der die heutige Pfarrkirche entstanden ist. Sie war dem Apostelfürsten Petrus geweiht. Um sie hat sich die Siedlung entwickelt, die im 14. Jahrhundert "zuo sant Peter in Noppenowertal" genannt wird. 1817 wurde Peterstal selbständige Gemeinde. 1920 erhielt sie das Prädikat "Bad". Das älteste Siegel aus der Zeit um 1820 zeigt den heiligen Petrus mit zwei Schlüsseln in der herabhängenden Rechten und erhobener, zum Himmel zeigenden Linken; Umschrift "VOGTEY PETERSTHAL". Auch in späteren Stempeln finden wir diese Figur. Das 1905 nach einem Entwurf des Generallandesarchives gestaltete Siegelbild zeigt den Heiligen nur noch mit einem Schlüssel, und zwar in rundem Siegelfeld. Erst Ende der fünfziger Jahre wird er in einen Schild gestellt. 1960 werden endlich die Farben festgelegt. Am 7. Oktober 1966 ist der Gemeinde vom Innenministerium eine Flagge in den Farben Weiß-Blau verliehen worden. Auch die neue Gemeinde Bad Peterstal-Griesbach hat Wappen und Flaggen beibehalten.

Die Worte von den "Schlüsseln des Himmelreiches" (Matth. 16,18 f) sind nur an Petrus gerichtet, welcher denn auch mindestens seit dem 5. Jahrhundert mit den Schlüsseln, als Insignien der höchsten Gewalt der Kirche dargestellt wird, und zwar er allein von allen Aposteln. Auf "ganz alten Bildwerken" finden wir Petrus nur mit einem Schlüssel. Seine Bedeutung wird im Gemeindewappen durch die Zeigegebärde symbolisiert.

Der Ortsteil Bad Griesbach

Der dicht überbaute Ortsteil liegt im schmalen Kerbtal der oberen Rench bei der Einmündung des Griesbächle. Der Name Griesbach als Örtlichkeitsbezeichnung für die durch den Zusammenfluß besonders "vergrieste" (=sandige) Stelle reicht noch ins Mittelalter zurück. 1593 ist die Rede von dem Weiler Greyßbach. Die 1809 gebildete Gemeinde führte den Namen des Zinken (=Häusergruppe) Döttelbach. 1863 wurde sie in Griesbach umbenannt . 1932 erhielt auch sie das Prädikat "Bad". Eine der Erwerbsquellen ist die Forstwirtschaft. Der Wald lieferte den Harzsiedern und den Köhlern den Rohstoff.

Die Geschichte der Heilquellen von Bad Peterstal-Griesbach

Obwohl vieles dafür spricht, dass die Heilquellen von Bad Peterstal-Griesbach schon lange vor der Erstbeschreibung den wenigen Einwohnern und vor allem aber den Mönchen vom benachbarten Kloster Allerheiligen (Gründung um 1198) und des Klosters Kniebis (1287) bekannt waren, wurden sie jedoch erstmals im Jahre 1584 wissenschaftlich bekannt und als wirksames Heilmittel einem weiten Publikum eröffnet. 1579 kam auf Veranlassung des Fürstbischofes Marquardt von Speyer sein damalige Leibarzt, Dr. Jakob Theodor von Bergzabern (Tabernaemontanus) in die Bäder nach "Petersthal" und Griesbach. Tabernaemontanus hat dann in seinem 1584 erschienen Werk (New Wasserschatz) in "Petersthal" und Griesbach "zwei heilsame uns schöne Quellen" beschrieben. Die Quelle in Griesbach befand sich auf dem Gebiete der jetzigen Kurklinik St. Anna. Der damals beschriebene Brunnen von "Petersthal" ist heute noch in der Bäderabteilung der im Ort befindlichen Fachklinik vorhanden.

Nach dem Erscheinen des New Wasserschatzes von Tabernaemontanus haben die Quellen von "Petersthal" und Griesbach eine rasche Entwicklung genommen. Auch die Fürstbischöfe von Straßburg, die von 1303 bis 1803 mit wenigen Unterbrechungen im 17. Jahrhundert auch weltliche Besitzer des Tals waren, haben sich um das Bad von "Petersthal" und Griesbach sehr angenommen.

Während des 30jährigen Krieges (1618 bis 1648) und während der Eroberungskriege Ludwigs XIV., in der Zeit von 1667 bis 1714, haben auch das Bad in "Petersthal" und Griesbach sehr gelitten. Aber nicht nur diese kriegerischen Auseinandersetzungen, sondern auch ein tiefgreifender Wandel des Badepublikums in der Mitte des 17. Jahrhunderts führte zu einer Krise der Bäder. Diese wurden allgemein mehr zu Stätten der Geselligkeit, die man ja so lange während der Kriege vermißt hatte.

Mit der Errichtung von Prachtbauten in den Badeorten und mit der Betonung der Geselligkeit nahmen im 17. Jahrhundert auch Ausschweifungen in den Bädern zu. Das "Baden" wurde auch in "Petersthal" und Griesbach zu einer gewissen Modesache. Durch die Auswirkungen der Koalitionskriege nach der Französischen Revolution (1789) wurden auch die Bäder von "Petersthal" und Griesbach wiederum dreimal Schauplatz französischer Invasionen.

Im Gefolge der politischen Umwälzungen (Friede von Lunéville 1801) kam mit den rechtsrheinischen bischöflich-straßburgischen Gebieten 1803 auch das "Bad Petersthal" und das Bad in Griesbach in Besitz des Kurfürstentums Baden und ab 1806 zum Großherzogtum Baden. Die großherzoglichen Familien waren dann in der Folgezeit, ebenso wie früher die Fürstbischöfe von Straßburg, stets Förderer beider Bäder.

Während bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts allein die ortsgebundenen Heilquellen, die mineralhaltigen Säuerlinge zu Bade- und Trinkkuren verordnet wurden, hat man um 1850 auch Moorbadekuren in den beiden Bädern eingeführt. Professor Weber, ehemaliger Direktor der Medizinischen Poliklinik in Freiburg, hat sich dabei große Verdienste erworben. In seinem 1863 erschienenen Werk "Die Kniebisbäder im Großherzogtum Baden" schreibt er über die gute Wirkung der Moorbäder. "Der Kniebis ist so reich an Moorgrund, besonders auf seinen höheren Lagen, dass Moorbäder leicht zu haben sind".

Weiterhin berichtete er damals schon über die gute Wirkung der Moor- und Schlammbäder der rheumatischen und arthritischen Leiden. Die Indikationen der Moortherapie sind auch heute noch im wesentlichen Krankheitsbilder aus dem großen Formenkreis rheumatischer Erkrankungen.

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