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Große Kreistadt Offenburg - Ortsteil: Weier


Offenburg ist eine Stadt im Westen Baden-Württembergs, etwa 20 km südöstlich von Straßburg. Sie ist die Kreisstadt und größte Stadt des Ortenaukreises und bildet nach dem Landesentwicklungsplan seit 1996 ein Oberzentrum innerhalb der Region Südlicher Oberrhein. Der Ortsteil Weier liegt im nördlichen Stadtbereich an der Kinzig.
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Offenburg - Ortsteil: Weier

Rathaus Weier
Rathaus Weier
Chronik

In alten Schriften wird unser Dorf mit "Wilre" bezeichnet. Dieser Name kommt von dem römischen "villare" und änderte sich im Laufe der Zeit in die heutige Bezeichnung "Weier." Auch in dem Wort "Weiler" kommt der Name in der gleichen Bedeutung vor. Orte mit dem Namen "Weiler" kommen meistens in den von den Römern eins besetzten Gebieten vor. Der Name "Weier" hat also nichts mit einer Wasserstelle ("Weiher") zu tun. Es ist vielmehr zu vermuten, dass unser Ort sich aus einem römischen Gehöft entwickelt hat. Leider konnten bis jetzt keine Urkunden gefunden werden, an Hand derer die genaue Ortsgründung festgelegt werden kann. Neuerer Funde (am 12. April 1956 bei Grabarbeiten in der Nähe der Kinderschule) deuten sogar darauf hin, dass in der jüngeren Steinzeit (4000-1800 v. Chr.) hier schon Siedlungen bestanden haben mussten.

Leider lässt sich geschichtlich nicht mehr nachweisen, wann der Ort, bzw. die Pfarrei Weier gegründet wurde, doch anhand des Bürgerbuches lässt sich sagen, dass Weier früher ein reines Bauerndorf war, sich aber bis zum heutigen Tag zu einer reinen Wohnsiedlung entwickelte.

Erst um das Jahr 1347 taucht in Urkunden der Name Weier zum erstenmal auf. In den Analen des Klosters Allerheiligen ist zu lesen, dass laut eines Kaufbriefes Burkhard Schalle von Weier (ein Leibeigener) für seinen Garten "By der Kirchen" 10 Pfennig Zinsen jährlich zu bezahlen habe. Ab dieser Zeit ist es dann nicht mehr schwierig, die Entwicklung des Dorfes Weier an Hand von Urkunden und Berichten zu verfolgen, obwohl sich der Name in seiner Schreibweise öfters ändert (1347 Weyr, 1424 Wilar, 1561 Weyler, 1633 Weyhr, 1657 Weier, später nach einmal Weyhr). Bereits im Jahre 1350 wird eine Bevölkerung von 150 Seelen angegeben, die bis heute auf 1450 gestiegen ist.

Die verhältnismäßig starke und rasche Entwicklung der Bevölkerung in den letzten 10 Jahren ist auf die Steigerung im Wohnbausektor zurückzuführen. Aus der Vogelperspektive betrachtet, kann man deutlich die neuen Wohngebiete vom alten Dorfkern unterscheiden. Das Wappen der Gemeinde zeigt ein Malteserkreuz, überdeckt in der Mitte mit einem Schild, der drei Ringe trägt. Die Pfarrei Weier gehörte ab 1391 dem Johanniterorden in Straßburg. Damit stand gleichzeitig auch die Gemeinde unter der Herrschaft der Johanniter (Malteser), wobei dann vermutlich das Malteserkreuz als Gemeindewappen übernommen wurde.

Kirche St. Johannnes in Weier
Kirche St. Johannes in Weier
Im Jahr 1007 war Jung-St. Peter in Straßburg Eigenherr der Pfarrei Weier. (Weier war noch nicht Pfarrei im eigentlichen Sinn, man könnte es Filiale von Jung-St.Peter nennen.

Im Jahre 1391 kam Weier an den Johanniterorden in Straßburg. Der Johanniterorden wurde 1070 zum Schutz der Heilig-Land-Pilger gegründet. 1530 nach Malta verlegt, von da an Malteserorden; daher Malteserkreuz im Wappen.

1531 ist von der Pfarrkirche St. Johann zu "Weyhr by Offenburg" die Rede (Gen. Im Landes-Archiv, Pfarrei Weier). In den Wirren des 30jährigen Krieges konnte die Pfarrei nicht bestehen bleiben. Einem bischöfl. Straßburg. Kirchenvisitationsbescheid von 1699 zufolge war die Kirche Weier der Pfarrkirche Bühl einverbleibt

1755 wurde Weier zur Pfarrei erhoben. 1733 die Pfarrgründe errichtet.

Als Weier zu Jung-St. Peter gehörte, stand wohl eine Kirche bzw. Kapelle an dem Platz der heutigen Kirche. Gegen das Ende des 15. Jahrhunderts als Vorgängerin der heutigen Kirche gebaut. Früher wurden die Kirchen in West-Ost-Richtung gebaut. 1880-82 entstand die heutige neugotische Pfarrkirche. Die Länge der alten Kirche wurde als Breite der neuen Kirche genommen (Bauweise jetzt Nord-Süd-Richtung). Über dem Chor der alten Kirche wurde ein massiver Turm aufgeführt ( vorher war es ein Dachreiter). Chor der alten Kirche ist heute die Taufkapelle.

Aus Wikipedia: Geschichte der Pfarrei

Im Jahr 1007 war Jung-St. Peter in Straßburg Eigenherr der Pfarrei Weier.[1] In den Wirren des Dreißigjährigen Krieges konnte die Pfarrei nicht bestehen bleiben. Einem bischöflichen Straßburgischen Kirchenvisitationsbescheid von 1699 zufolge war die Kirche Weier der Pfarrkirche Bühl einverleibt, 1755 wurde Weier zur Pfarrei erhoben. 1733 die Pfarrgründe errichtet. Als Weier zu Jung-St. Peter gehörte, stand wohl eine Kirche bzw. Kapelle an dem Platz der heutigen Kirche. Gegen das Ende des 15. Jahrhunderts als Vorgängerin der heutigen Kirche gebaut. Früher wurden die Kirchen in West-Ost-Richtung gebaut. 1880 bis 1882 entstand die heutige neugotische Pfarrkirche. Die Länge der alten Kirche wurde als Breite der neuen Kirche genommen (Bauweise jetzt Nord-Süd-Richtung). Über dem Chor der alten Kirche wurde ein massiver Turm aufgeführt (vorher war es ein Dachreiter). Der Chor der alten Kirche ist heute die Taufkapelle.

Narrenfiguren
Narrenfiguren bei der Kirche
Im Jahre 1971 gliederte sich dann die Gemeinde, nach einer Bürgeranhörung im Mai 1971, im Dezember 1971 im Zuge der Verwaltungsreform auf freiwilliger Basis der Stadt Offenburg an. Mit dem Anwachsen des Ortsteils wurde auch immer mehr die Dringlichkeit eines Schulhausneubaus und einer Turnhalle in den Vordergrund gerückt.Das alte Schulhaus entstand um die Jahrhundertwende und enthielt zwei Schulräume. 1967 erweiterte die Gemeinde den Kindergarten, wobei einer der neuen Räume für die Schule zur Verfügung gestellt wurde. Dadurch konnte eine dritte Lehrkraft eingestellt und somit die kombinierten Klassen getrennt werden. Die Schülerzahl ist im Jahr 1971 auf 126 angestiegen, und die rege Bautätigkeit in Weier lies noch weiteren Zuwachs erwarten. Bereits 1962 bedrückte die Gemeinde aufgrund dieses Zuwachses die Sorge um einen neuen Schulraum, doch im Zuge der Schulentwicklung mussten diese Pläne erstmals annuliert werden. Erst 1969 erhielt die Gemeinde dann wieder den Auftrag, einen Architektenwettbewerb für den Bau einer Nachbarschaftsschule für die vier Gottswaldgemeinden auszuschreiben. Im Frühjahr 1972 begann man schließlich mit dem Bau der neuen Schule.

So konnte man dann am 2. Juni 1973 die neue Schule und die Turn- und Festhalle einweihen. Die Fertigstellung und die Einweihung eines neuen Gerätehauses für die die Freiwilligen Feuerwehr im November 1976 und der Jungendtreff war eine weitere notwendige Maßnahme.

Trotz der Nähe Offenburg`s mit seinen kulturellen Einrichtungen, war in Weier schon immer eine rege Vereinstätigkeit zu verspüren. Schon im Jahre 1877 wurde der Männergesangverein "Eintracht" Weier gegründet. Ebenfalls auf eine lange Vereinsgeschichte kann Radfahrverein "Edelweiß" zurückblicken, der 1902 gegründet wurde. Jüngeren Datums sind der Fußballverein, der 1929 gegründet wurde, sowie der Musikverein, der 1953 ins Leben gerufen worden war. 1978 wurde der Frauensingkreis Weier und 1979 der Tennisclub mit eigener Anlage aus der Taufe erhoben. Auch zur Fastnachtszeit ist man in Weier schon einige Jahre aktiv. So besteht seit 1966 die Hexengruppe und 1979 wurde die Narrenzunft Wierer Frösch gegründet.



Nahe Kirche und Rathaus in Weier
Das Wappen von Weier:

In Rot ein silbernes Johanniterkreuz mit aufgelegtem silbernem Schild, darin ein mit drei silbernen Ringen belegter roter Balken.

Im beginnenden 14. Jahrhundert wird Wilre erstmals urkundlich erwähnt (Krieger). Die Aussagen über Kirche und Pfarrer reichen bis dahin zurück (Kauß, Pfarrorganisation). Die Johannes dem Täufer geweihte Kirche wurde nach dem Dreißigjährigen Krieg Filiale der Pfarrei Bühl. So kam sie unter das Patronat der Johanniter-Kommende zu Straßburg (Amtliche Beschreibung). Grundherrschaftliche Rechte im Ort hatten die Reichlin von Meldegg erworben. Das von ihnen 1700 errichtete kleine Schloß wurde 1832 versteigert und 1860 abgerissen (Ortslexikon Offenburg).

Wappen: In Rot ein mit drei roten Ringen belegter silbernen Balken (v. Graß/Gritzner, Tafel 41). Während des 19. Jahrhunderts ist Siegelbild geworden ein Schwimmfuß in einem von einer Laubkrone überhöhten Schild. Ab 1901 führte die Gemeinde auf Vorschlag des Generallandesarchivs als historisch begründetes Wappen: In Rot ein silbernes Johanniterkreuz mit dem aufgelegten Wappen der Reichlin von Meldegg. Der dem Generallandesarchiv nach mehr als einem halben Jahrhundert ins Auge springende Farbverstoß (=Rot auf Rot) wurde 1959 beseitigt.

Das achtspitzige Kreuz ist in der Heraldik als Johanniter- oder Malteserkreuz ein Begriff. Der Orden des Heiligen Johannes von Jerusalem hat sich schon im 11. Jahrhundert als Hospitalorden betätigt und auch durch beachtliche Waffentaten hervorgetan. Seit der Belehnung mit der Insel Malta durch Kaiser Karl V. (1530) nennt er sich "Orden von Malta". Mit den acht Spitzen wird, "weil die Zahl gerade paßt, die Erinnerung an die acht Seligkeiten verbunden" (Heim).

Der verarmte Hans von Meldegg (Stammsitz im schweizerischen Kanton St. Gallen) verkaufte 1400 dem "Meister Jos Rechlin, Arzt und Bürger zu Konstanz, Wappen, Schild und Helm". Mit kaiserlicher Genehmigung führte es die Familie und nannte sich Reichlin von Meldegg (Merz/Hegi Nr. 252 und Tafel XIV).

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