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Zell a.H. - Kinzigtal / Ortenau


Zell am Harmersbach ist eine Stadt im Ortenaukreis am Westrand des Schwarzwalds. Zell war im Heiligen Römischen Reich die kleinste Freie Reichsstadt. Zell liegt am Ausgang des Harmersbachtals, einem Seitental des Kinzigtals. Die Stadt grenzt im Norden an Nordrach, im Nordosten an Oberharmersbach, im Südosten an Fischerbach, im Süden an die Stadt Haslach, im Südwesten an Steinach, im Westen an Biberach und im Nordwesten an die Stadt Gengenbach.
Lage im Ortenaukreis - Symbol anklicken: Lageplan Gemeinde Zell am Harmersbach




Zeller Sehenwürdigkeiten:

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Zell am Harmersbach - Storchenturmmuseum
Storchenturmmuseum - Aquarell

Storchenturm - Auf 108 Stufen durch die Zeller Geschichte

Das Heimatmuseum im Storchenturm - dem Wahrzeichen von Zell am Harmersbach - führt Sie durch die 850-jährige Geschichte von Stadt und Harmersbachtal.

Früher diente der "Lange Turm", 1330 errichtet, als Wartturm mit Hungerverlies und Turmkerker. Heute bieten vier Stockwerke interessante und überraschende Einblicke in Geschichte und Kultur der ehemals kleinsten Reichsstadt des Heiligen Römischen Reiches Zell am Harmersbach.

Im Storchenturm-Museum sind auf 800 qm über 9500 Einzelstücke ausgestellt, darunter Porzellan- und Keramikgeschirr aus Zeller Produktion, Münzen, aber auch Waffen, Bürger- und Feuerwehrausrüstungen, Hausrat, Trachten, außerdem Werkzeuge der Seiler und Weber, Töpfer, Zigarrenmacher und Bierbrauer ... Sogar das Gefängnis mit Schandglocke und Daumenschraube ist zu sehen.

Ein Unikat ist das Orchestrion "Zamba", das 1897 in der Orgelbaustadt Waldkirch gebaut und 1898 nach Zell am Harmersbach kam. Der in Fachkreisen berühmte und einzigartig "Basler Totentanz" - 42 Terrakotta-Figuren aus der Manufaktur "Sohn" in Zizenhausen-Stockach - stellt die Vergänglichkeit des Lebens dar.

Die "Bildstein"-Sammlung, nach ihrem Stifter Josef Bildstein benannt, umfasst Stücke des Uhrmacher-Handwerks: Zeller-Porzellan-Schilder-Uhren, Uhren mit Spielwerken, Kuckucksuhren, Standuhren und - als besondere Kostbarkeit - eine astronomische Uhr, die 1896 vom Zeller Uhrmacher Gustav Riehle angefertigt wurde. Beachtung verdient auch die umfangreiche Mineralien- und Münzsammlung.

"Lueg ins Land" nennen die Einheimischen den 25 Meter hohen Storchenturm, denn nach 108 Stufen durch die Zeller Geschichte wird man mit einem herrlichen Ausblick in Harmersbach - und Kinzigtal belohnt. - Auf gehts!

Geschichte des Storchenturms

Er ist schon ein Blickfang für sich. Mit seinen 25 Metern Höhe ist der Storchenturm ein stolzer Zeuge der Vergangenheit des wehrhaften Reichsstädtchens Zell. Zusammen mit der gesamten Stadtbefestigung wurde er um das Jahr 1330 erbaut.

Nur noch der Storchenturm ist erhalten

Die Stadt Zell war ehemals mit zwei starken Mauern, einem breiten Graben, drei Tortürmen (Unter-, Ober- und Kirchtor), dem langen Turm (Storchenturm) und mehreren Flankentürmen bewehrt.

Die Tore waren mit Fallbrücken versehen. Das Untertor vermittelte nach Westen den Ausgang, das Kirchtor nach Norden und das Obertor nach Osten. Im Süden führte beim Storchenturm nur ein schmaler Durchgang aus der Stadt, dem sogenannten Dreibatzenloch. Ober- und Kirchtor wurden schon 1826 abgebrochen, wohingegen das Untertor bis 1879 erhalten blieb. Der Storchenturm ist der einzige bis heute erhaltene Turm.

Der Storchenturm ist von quadratischem Grundriss und wurde in schwerem Bruchstein-mauerwerk mit Buckelquadern an den Ecken errichtet. Das oberste Geschoss zeigt Rundbogenfester, darüber befindet sich ein Satteldach mit Walmen an den Giebelseiten.

Reichsadler und "Arme-Sünder-Glocke"

Auf der Südseite ist in halber Turmhöhe ein Stein mit dem Reichsadler angebracht. Dieser Stein zierte einst das Untertor und wurde nach dessen Abriss hier eingefügt. Außerdem wurde nach dem Abriss des Untertors die "Arme-Sünder-Glocke" auf dem Dach des Storchenturms angebracht.

Störche bauten ihr Nest auf dem Turm

Viele Jahre lang bauten sich die im Harmersbachtal in früheren Zeiten recht zahlreich siedelnden Störche auf dem langen Turm ihr Nest. Daher wurde der lange Turm von der Zeller Bevölkerung Storchenturm genannt. Nach der Renovierung des Satteldachs 1991 wurde ein Storchennest auf dem Dach angebracht, in der Hoffnung, dass wieder einmal Störche das Dach des Storchenturms als Brutstätte auswählen.

Infos und Buchung

Tourist-Information
Alte Kanzlei
77736 Zell am Harmersbach

Tel.: 0 78 35 / 63 69-47
Fax:  0 78 35 / 63 69-50

E-Mail: tourist-info@zell.de

Öffnungszeiten:

April bis Oktober
Täglich 14.00-17.00 Uhr
Montags geschlossen

Eintritt:

2,00 €  ohne Kurkarte
1,50 €  mit Kurkarte
1,00 €  Schüler, Studenten, Rentner und behinderte Besucher
1,50 €  Gruppen ab 10 Personen
2,50 €  Gruppen ab 10 Personen mit Führung

Sonderführungen ganzjährig - Gruppen ab 10 Personen


Unser Tipp: Besuchen Sie mit der neuen Kombikarte das Storchenturm-Museum, das Heimatmuseum "Fürstenberger Hof" und das Villa Haiss Museum zum Festpreis von 5,00 € für Erwachsene und 3,00 € für Schüler, Studenten, Rentner und behinderte Besucher.



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