Aus Offenburg
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Friedrich August Haselwander 1859 in Offenburg † 1932
Biographie
Friedrich August Haselwander wird am 18. Oktober 1859 in dem, damals 5000 Einwohner zählenden, Offenburg als Sohn des Ingenieurs Johann Haselwander und seiner Frau Augusta geboren. Sein Vater musste als Teilnehmer der Märzrevolution wie zahlreiche Offenburger nach Amerika flüchten und heiratete nach seiner Rückkehr aus dem Exil Augusta Burg, die aus der gleichen Handwerkerfamilie Burg stammt, wie auch der ehemalige Mainzer Weihbischof Vitus Burg. Er wächst in einem angesehen, gutbürgerlichen Milieu auf und wird katholisch und liberal erzogen.
Mit 27 Jahren kehrt Haselwander nach Offenburg zurück und lässt sich als selbständiger Elektrotechniker nieder. Sein erstes Patent erhielt er am 12. Juli 1880 für eine "Elektrische Lampe mit kontinuierlicher Regelung des Lichtbogens". Im Jahre 1885 heiratet Haselwander Emilie Tomen aus Lahr und gewinnt damit Kontakt zu Lahrer Industriellen Kreisen. Die Ehe bleibt kinderlos und leidet unter der Tragik, dass seine Ehefrau Emilie jahrelang in einer Nervenheilanstalt behandelt werden muss.
Drehstromgenerator
Zur Durchsetzung des elektrischen Stroms bedurfte es einer Möglichkeit die Energie möglichst verlustarm zu übertragen. Diese verlustarme Übertragung steht in einem direkten Zusammenhang mit der Höhe der Spannung: je höher die Spannung, desto geringer die Verluste. Haselwander widmete sich schon früh diesem Problem. Die Patente sicherte sich die Firma Wilhelm Lahmeyer & Co in Frankfurt am Main. Darüber hinaus ist aus der Literatur "Badische Tüftler und Erfinder" zu entnehmen, dass Haselwander seine Erfindung in vorhandene Gleich- und Wechselstromsysteme nahtlos integrierte. Verbrennungsmotor
Bereits 1898 führte Haselwander Untersuchungen zur Direkteinspritzung von Kraftstoff in Verbrennungsmotoren durch. Haselwander setzte auf einen Verdränger, anstelle des von Diesel verwandten Kompressors und der Einspritzdüse.
Weblinks:
Gewerbliche Schulen Offenburg
FH Medien Offenburg I