Bilderkatalog anlicken:

     


Tretenhof - ehemaliger Meierhof der Geroldsecker Herren in Seelbach

Tretenhof - ehem. Meierhof der Geroldsecker Herren (01) Tretenhof - ehem. Meierhof der Geroldsecker Herren (02) Tretenhof - ehem. Meierhof der Geroldsecker Herren (03) Tretenhof - ehem. Meierhof der Geroldsecker Herren (04) Tretenhof - ehem. Meierhof der Geroldsecker Herren (05) Tretenhof - ehem. Meierhof der Geroldsecker Herren (06) Tretenhof - ehem. Meierhof der Geroldsecker Herren (07) Tretenhof - ehem. Meierhof der Geroldsecker Herren (08) Tretenhof - ehem. Meierhof der Geroldsecker Herren (09) Tretenhof - ehem. Meierhof der Geroldsecker Herren (10) Tretenhof - ehem. Meierhof der Geroldsecker Herren (11) Tretenhof - ehem. Meierhof der Geroldsecker Herren (12) Tretenhof - ehem. Meierhof der Geroldsecker Herren (13) Tretenhof - ehem. Meierhof der Geroldsecker Herren (14) Tretenhof - ehem. Meierhof der Geroldsecker Herren (15) Tretenhof - ehem. Meierhof der Geroldsecker Herren (16) Tretenhof - ehem. Meierhof der Geroldsecker Herren (17) Tretenhof - ehem. Meierhof der Geroldsecker Herren (18) Tretenhof - ehem. Meierhof der Geroldsecker Herren (19) Tretenhof - ehem. Meierhof der Geroldsecker Herren (20) Tretenhof - ehem. Meierhof der Geroldsecker Herren (21) Tretenhof - ehem. Meierhof der Geroldsecker Herren (22) Tretenhof - ehem. Meierhof der Geroldsecker Herren (23) Tretenhof - ehem. Meierhof der Geroldsecker Herren (24)
 
Der "uralte" Tretenhof bei Seelbach

Eine reichbewegte Geschichte ist die des uralten Tretenhofes. Wohl kein anderes bäuerliches Anwesen im Schuttertal und weit darüber hinaus kann eine Vergangenheit aufweisen wie dieser ehemalige geroldseckische Meierhof. In einer Akte aus dem Jahre 1417 finden wir ihn zum ersten Male genannt als "burgsess in dem Drettenbach". Wieviele Freibauerngeschlechter seit jener Zeit auf dem Hof bis zu seiner Erhebung zu einem Frauenklösterle während der Seelbacher Franziskanerzeit gelebt haben, wissen wir nicht, denn seine einstigen Herren auf Hohengeroldseck und Dautenstein, die ein ruheloses, fehdevolles Leben führten, überließen, was niedergeschrieben werden mußte, und das war spärlich, ihren Sekretären, und selten war es, daß ein Vogt lesen und schreiben konnte. "Wer drei Kreuzle auf ein ihm vorgelegtes Papier machte, hatte damit seine Unterschrift gegeben. Die noblen Herren selbst hatten anderes zu tun; sie konnten wenig und viel, vor allem aber verschachern und verpfänden, pumpen und fremden Besitz annektieren. Sie hatten dabei selten Gewissensbisse, noch seltener hatten sie Geld. Nichtigkeiten wegen gab es oft jahrzehntelang währende Streitigkeiten. Prozeßkrämerei stand obenan. Bei Erbschaftsteilungen gar trieben sie es buchstäblich bis zur Kümmelspalterei. Ihre Bauern, die Hörigen und Leibeigenen, samt den übrigen Habenichtsen zählten für sie nur insofern, als sie den Herren allerlei Zehnten und Gefalle entrichten und ihnen fronen mußten zu jeglicher Stund, "überall helfen, mähen, heuen, empten (öhmden), jagen und alle forstliche Dienstbarkeit leisten". Dazu kam das Herrengeld, das Vogtgeld, das Kalbsgeld, das Überleitgeld, das Bannweingeld, das Jägergeld, das Karrengeld, das Abzugsgeld usw. "Es wurde geschröpft und abgenommen, so einer starb, ist's das best Kleid oder das beste Viech oder ein ziemlich Geld." (Erich Emil Reiser)

Hoch zum Bilderkatalog